Hey, ich bin Stefan.

Von Ingelheim am Rhein, raus in die Welt. Das Leben ist ein Abenteuer mit Ups & Downs. Und ich genieße diese Reise.

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Meine Schulzeit war vor allem von viel Freizeit geprägt.

Da sitz ich jetzt hier und will mich vorstellen und das erste was mir bei einem leeren Blatt Papier erstmal einfällt ist der Satz meiner Deutschlehrerin, die mich im mündlichen Abi geprüft hatte, der sinngemäß lautete: ” Hoffentlich war es kein Fehler, dir das Abi zu geben. Mach was aus deinem Leben.” Ja, mir wurden meine letzten benötigten Punkte am Ende mehr oder weniger geschenkt, denn objektiv gesehen hätte ich die Note nicht verdient gehabt. Nicht mal das besprochene Buch gelesen, keine Ahnung von Gedichtsinterpretationen oder literarischen Epochen. Mehr als rum stottern kam in meiner mündlichen Prüfung nicht rum. Das fasst aber richtig schön meine schulische Laufbahn zusammen. Immer schon nur das Mindeste gemacht um am Ende hauptsache den Zettel in der Hand zu halten, um an die Uni zu dürfen. Das zeigt auch meine Abinote von 3,7.

 

Naja, im Endeffekt hab ich die Schulzeit dadurch perfekt genutzt um unglaublich viel Freizeit zu haben. Denn lernen und Hausaufgaben waren, wenn überhaupt, Nebensache in meinem Leben. So blieb sehr viel Zeit für Unsinn und richtig kindisches Verhalten bis nach dem Abi und die wurde auch genau dafür genutzt. Mit sinnlosen, aber sehr lustigen Aktionen, wie spontan nach Brüssel fahren nur um da kurz zu feiern und dann aber pünktlich wieder zur ersten Stunde am Schultisch zu sitzen, ist da nur ein Beispiel. Ich hatte das Glück auch immer die richtigen Chaoten zu kennen, die sowas mit mir mitgemacht haben und ich habe das Glück, dass sie immer noch zu meinen Freunden gehören.

Nach dem Abi erst Zivi, dann Studium in München.

Abi in der Tasche und ab in die Welt der Erwachsenen. Also das hätte sich meine Mutter bestimmt gerne so gewünscht. Kam natürlich ganz anders. Immer noch Kind im Kopf gings erstmal zum Zivildienst. Ich war offiziell im Fahrdienst für ein Kinderheim, aber das war nur der Titel auf dem Papier. Eigentlich ist man damit Mädchen (politisch korrekt müsste das dann Junge/Mädchen/divers heißen) für Alles. Aber da ich zu der letzten Generation gehörte, die Zivildienst bzw. Wehrdienst leisten musste, hatte sich super viele Freiheiten und auch Kollegen und Vorgesetzte, mit denen sich dort fast nichts wie Arbeit anfühlte. In der Zeit habe ich dann entschieden möglichst weit weg von zu Hause mein Studium in Wirtschaftsmathematik in München zu anzufangen.

 

Wer alles schon mal in München bezahlbaren Wohnraum gesucht hat weiß, was ein geiles Gefühl es ist, wenn man damit nach sehr langer und chaotischer Zeit erfolgreich war. Natürlich hat das Studentenleben und die damit verbundene Freiheit, die man gegenüber des Schullebens nicht hat, auch dazu geführt, dass ich so ziemlich alles bezüglich des Studiums und den benötigten Zeitaufwand für ein Mathestudium auch spektakulär unterschätzt habe. Also musste es kommen wie es kommen musste, ich bin erstmal im ersten Semester durch alle meine Prüfungen gefallen. Aber hatte eine Wohnung und eine fantastische Stammbar in München. Somit war das erste Semester nicht ganz sinnlos. Also nochmal Neustart mit mega Motivation ins zweite Semester. Noch ist ja nichts verloren. In einer der ersten Veranstaltungen in “Lineare Algebra 2” kamen dann topologische Räume wo in unendlich Dimensionen gerechnet wurde. Genau das war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat und mir klar wurde, ich muss entweder wirklich Vollzeit Mathe studieren oder mir was anderes suchen, um meinen bisherigen Lebensstil weiterzuführen.

Please be a traveler, not a tourist. Try new things, meet new people, and look beyond what’s right in front of you. Those are the keys to understanding this amazing world we live in.

Andrew Zimmern

Umzug nach Trier & Auslandsjahr in Italien.

So gings auf die sehr kurze Suche nach einem neuen Studiengang, denn Wirtschaftsmathematik beinhaltet auch Veranstaltungen aus den Wirtschaftswissenschaften, also war es naheliegend zuerst dort zu gucken und wurde mit Volkswirtschaftslehre direkt fündig. Das konnte ich dann aber leider nicht in München studieren, weil mein Abischnitt um 0,1 zu schlecht war. Die Uniauswahl war dann auch leider nur sehr eingeschränkt und die Wahl fiel auf Trier. Wo ich dann meinen Bachelor und die erste Hälfte meines Masters gemacht habe.

 

Die Zeit in Trier ist ganz einfach zusammenzufassen. Die Stadt ist sehr schnell erkundet und wird somit auch genauso schnell langweilig. Ich hatte aber fast immer das Glück in sehr geilen WGs zu wohnen wo wir viel selbst organisiert haben. Die vielen WG Partys waren die Rettung, sonst wäre es wirklich endlos langweilig geworden. Trier liegt ja auch noch so weit abgeschieden, dass man dort auch nicht so einfach weg kann oder es zumindest ziemlich ätzend ist. Also zusammengefasst waren meine 5 Jahre dort dann sehr eintönig, aber hätte definitiv schlimmer kommen können. Für den zweiten Teil meines Masters bin ich nach Bergamo in Italien und habe dort meine Leidenschaft fürs Reisen und Sprachenlernen entdeckt.

Master in der Tasche, die Zukunft kann kommen.

Nachdem ich schön durch meine letzte Prüfung, ausgenommen der Masterarbeit, gefallen bin und dies dann in einem organisatorischen Desaster geendet ist, habe ich beschlossen noch all das irgendwie zu lösen, damit ich am Ende einen Masterabschluss in der Tasche habe, aber dann erstmal Abstand zu nehmen und eine Südamerikareise zu machen. In der Phase meiner Masterarbeit habe ich auch schon wieder in Deutschland gelebt und mir wurde dabei auch immer mehr bewusst, dass ich nie wieder von anderen abhängig sein möchte, weil man dadurch zu viel Kontrolle über sein eigenes Leben abgibt. Das hat mir das ganze Desaster mit der Universität Trier gezeigt. Weshalb dann auch klar war, dass ich nach meiner Südamerikareise etwas selbstständig machen muss und will.

 

Ich kam Weihnachten 2019 wieder nach Deutschland und fang jetzt an mich selbstständig zu machen. Aktuelle Projekte sind mein Blog und die Mitarbeit bei Looney Lobstar (www.looneylobstar.com) sowie der Podcast, den ich zusammen mit Kasi (www.herrvonkaz.de) veröffentliche.